Kolumbien gehört zu den weltweit bedeutendsten Kaffeeanbauländern. Kennzeichnend ist die hohe Qualität seines Rohkaffees. Vorherrschend angebaut wird hier Arabica, die weltweit beliebteste Kaffeesorte.
Ideale klimatische Bedingungen im Schutze der Anden und langjährige Erfahrungen im Kaffeeanbau bilden die Grundlage für die Entwicklung des Kaffees als kolumbianisches Hauptexportgut. Kaffeepflanzen erreichten das Land erstmals im Jahr 1808 von den französischen Antillen aus. Seitdem entwickelte sich der Anbau des Kaffees zum wichtigsten landwirtschaftlichen Zweig. Heute kennzeichnen ihn modernste Kaffeeplantagen sowie Kleinst- und Familienbetriebe.
Die kolumbianischen Kaffeehauptanbaugebiete liegen an den Hängen der drei Andenkordilleren, darunter der Cordillera Oriental, und an den Hängen des Küstengebirges Sierra Navada de Santa Marta. Bei Temperaturen von 19-21,5 Grad Celsius, einer jährlichen Niederschlagsmenge von 1800-2800 mm und in windgemäßigter Zone herrschen hier ideale Anbaubedingungen. Kolumbiens größtes Exportgut wird ganzjährig geerntet. Traviesa und Mitacu, die Haupternte und eine kleinere Ernte, bringen dabei die größten Erträge bei der Produktion des "braunen Goldes" ein.