Der Kaffeeanbau in Indien konzentriert sich auf die südlichen Staaten Karnataka und Kerala. Darüber hinaus gibt es noch weitere Gebiete im Süden in Nilgeris und dem Staat Tamil Nadu. In Kerala ist vor allem der Standort Malabar für seinen hochwertigen Kaffee bekannt.
Eine Besonderheit des indischen Kaffees ist das “Monsooning” genannte Verfahren. In früheren Zeiten wurden die Kaffeebohnen auf dem Schiff verschickt und waren dabei aufgrund der noch nicht entwickelten Verpackungstechnik der Feuchtigkeit ausgesetzt. Unter diesem Einfluss veränderte sich die ursprünglich grüne Bohne in Farbe und Geschmack. Im Laufe der Zeit haben sich die Endverbraucher in Europa und der Welt daran gewöhnt. Heutzutage setzt man teilsweise die frisch geernteten Bohnen in Treibhäusern der Feuchtigkeit der Monsunregen aus. Von dem Nutzen der fünften Jahreszeit erhielt das Verfahren schließlich seinen Namen.
Indien baut überwiegend die Sorte Robusta an. Hier erreicht der Robusta Kaffee eine vergleichsweise hohe Qualität, auch gegenüber des allgemein als hochwertiger befundenen Arabica. Letzterer wird vorwiegend in den höheren Lagen angebaut.